IT macht Verwaltungen bürgernah
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BGS Mainzer Unternehmen ist gefragter Software-Entwickler für die öffentliche Hand
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12.04.2011 - MAINZ Von Florian Giezewski, Allgemeine Zeitung, Wirtschaft |
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| Ob es um die Bearbeitung von Förderanträgen für Landwirte, die
elektronische Weinbaukartei bei der Landwirtschaftskammer
Rheinland-Pfalz oder gar die IT-Aufrüstung der Bundesmarine geht - das
Mainzer Beratungs- und Softwarehaus BGS bietet auf die jeweiligen
Anforderungen zugeschnittene Programme an. Nach der Übernahme durch den
börsennotierten IT-Dienstleister Datagroup AG aus dem schwäbischen
Pliezhausen „sind wir für die Zukunft gut aufgestellt“, sagt
BGS-Vorstand Hermann Kiefer. Denn die Konzernmutter biete mit ihrem
Rechenzentrum und dem umfangreichen Kundenservice die richtige Ergänzung
zu den IT-Lösungen der Mainzer. Das Unternehmen mit Sitz in Hechtsheim „ist anerkannter Branchenspezialist für die öffentliche Hand“, sagt Kiefer. In 30 Jahren habe man sich sehr genaue Kenntnisse der Prozesse in Verwaltungen erarbeitet, die bei der Umsetzung von bestimmten Aufgaben unentbehrlich sind. Zu den Lösungen von BGS gehört unter anderem das elektronische Handelsregister, das ein Länderverbund um Berlin und Brandenburg eingeführt hat. Erfreulich sei es, dass durch die Standardisierung der IT des Landes Rheinland-Pfalz durch die IT-Zentralstelle mit ihrem Landes-CIO, Ministerialdirektor Jürgen Häfner, bereits große Fortschritte hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Bürgerfreundlichkeit erzielt worden seien. Allerdings ließen sich die „Selbstbedienungsangebote“ für Bürger noch weiter ausbauen. So kann in vielen Städten und Kreisen noch kein Kfz-Wunschkennzeichen online reserviert werden, oder eine schnelle Information zur örtlichen Wasserhärte ist nicht verfügbar. „Hier gibt es noch großen Nachholbedarf“, sagt der IT-Spezialist. E-Government sei das Stichwort, das der BGS auch künftig Wachstum verschaffen wird. Dabei gehe es vor allem um die neue Organisation interner Verwaltungsprozesse. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 115 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von 15 Millionen Euro. Neben dem Hauptsitz in Mainz gibt es Standorte in Siegburg und Wilhelmshaven. Für weiteres Wachstum gibt es aber ein Hemmnis: „IT-Experten sind gesucht und teuer“, beschreibt Kiefer die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Und gerade für ein Unternehmen, dass sich als „Hidden Champion“ versteht und eine sehr anspruchsvolle Arbeit macht, sei die Nachwuchssuche schwierig. „Da geht es nicht um einige bunte Internet-Seiten, sondern um beharrliche Software-Entwicklung, für die viel Ausdauer erforderlich ist.“ Aber gerade das „macht die Arbeit an unseren Projekten so spannend“, ist Kiefer überzeugt - auch wenn er über die spannendesten Projekte naturgemäß nicht sprechen darf: das BGS-Engagement bei der Marine. |
BGS-Vorstand Hermann Kiefer erwartet von den Behörden mehr bürgernahe Serviceangebote. |
