Nachlese: BGS AG stellt mit dem AUREG-Verbund auf dem 19. EDV-Gerichtstag den Prototyp eines Schiffsregisters vor
Vom 15. bis 17. September fand der diesjährige EDV-Gerichtstag in Saarbrücken auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Nach inoffiziellen Angaben wurde in diesem Jahr ein neuer Rekord mit nahezu 700 akkreditierten Teilnehmern erreicht.
| Im Rahmen der Begleitausstellung stellte die BGS AG mit Unterstützung durch den AUREG-Verbund den Prototyp einer Software-Lösung für ein Schiffsregister vor. Das Führen des Schiffregisters obliegt den einzelnen Bundesländern, eine echte Automationsunterstützung ist bisher nirgendwo in Einsatz. | |
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Auch in diesem Jahr drängten sich am Donnerstag zahlreiche Fachbesucher an den Ständen der Begleitausstellung rund um das Audimax. Vor allem vor und nach den Vorträgen fanden sich die Experten auch am BGS-Stand ein. Das Team um BGS-Bereichsleiter, Stefan Beierer, wurde wie jedes Jahr von einem Experten des AUREG-Verbundes verstärkt. Vor allem die Hafenstädte an Nord- und Ostsee verfügen über eine kritische Masse an Geschäftsvorfällen hinsichtlich der Registrierung von Schiffen, die eine Automatisierung der Vorgänge sicherlich rechtfertigen. |
„Das Interesse an unserem Prototyp ist groß, da es zur Zeit noch keine maßgeschneiderte Fachlösung für Schiffe gibt und eigentlich brauchen alle eine“, resümierte Marko Rothaar bereits am frühen Nachmittag. „Alle Interessenten waren sehr angetan vom Detaillierungsgrad der Anwendung und von der fachlichen Reife der Dialogführung. Auch alle notwendigen Dokumentdrucke konnten gezeigt werden. „Es liegt auf der Hand“, führte er weiter aus, „dass man eine „kleine“ Lösung wie das Schiffsregister in die Infrastruktur eines größeren Verfahrens, wie es das Handelsregister darstellt, integriert. So lassen sich zentrale Komponenten nutzen, die bereits für das Handelsregister im Einsatz sind“. |
Auch der 19. Deutsche EDV-Gerichtstag hat sich 2010 wieder als die Fachmesse für die Informationstechnik speziell im Justizumfeld empfohlen. Unter dem Motto „IT@Recht - Auf dem Weg zur Justiz 2.0? IT und Recht in der Netzgesellschaft“ referierten und diskutierten zahlreiche Experten in den gut besuchten Workshops über die aktuellen Entwicklungen der IT-Unterstützung für die Justiz von der elektronischen Akte über die sichere Akteneinsicht via Internet, bis hin zur Unterstützung der Subsumtion, also dem Vorgang, bei dem ein Jurist einen Fall oder eine Begebenheit der realen Welt einer Rechtsnorm „unterordnet“, .um die Rechtmäßigkeit eines Sachverhalts beurteilen zu können.
BGS-Bereichsleiter, Stefan Beierer, war sichtlich zufrieden mit der Resonanz am BGS-Stand. „Im nächsten Schritt werden wir im Auftrag der Länder Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein noch dieses Jahr im Rahmen eines Konzeptes die Machbarkeit des Schiffregisters auf der Basis der technischen Komponenten des Handelsregisters nachweisen. Dadurch erhalten die Kunden einerseits eine sehr preiswerte, andererseits eine sehr bewährte Lösung zur Automatisierungsunterstützung der Registerführung. Diese kann dann sehr zeitnah zur Verfügung stehen“.
